Dr. Christine Geißler & DDr. Peter Geißler, Praxisgemeinschaft

Psychotherapie

Formen von Therapie, die ich anbiete

EINZELTHERAPIE

Erstgespräch
Um zu entscheiden, ob ich Ihnen bei Ihrer Problematik helfen kann, ist es notwendig, dass Sie zu einem (kostenpflichtigen) Erstgespräch kommen.

Falls notwendig, können mehrere Gespräche erforderlich sein („psychotherapeutische Diagnostik“).

In diesem Erstgespräch haben Sie die Möglichkeit, Informationen einzuholen und Fragen zu stellen, die für Ihre Entscheidung, sich auf einen therapeutischen Prozess einzulassen, wichtig sind.

Wahl des therapeutischen Verfahrens

Folgende Therapieoptionen stehen zur Auswahl:

1. Krisenintervention
2. Fokussierte Kurzzeittherapie
3. Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie
4. Psychoanalytische Psychotherapie

Krisenintervention

Befinden Sie sich in einer existenziellen Krisensituation, so dient Krisenintervention dazu, dass sich Ihr psychischer Zustand wieder stabilisiert. Psychotherapeutische Arbeit ist demgemäß darauf ausgerichtet, in absehbarer Zeit ein seelisches Gleichgewicht zu erreichen. Begleitend kann es sich als notwendig erweisen, dass Sie vorübergehend Medikamente (Psychopharmaka) einnehmen. Diese verordne ich nicht selbst, sondern empfehle Ihnen einen Facharzt für Psychiatrie.

Eine Krisenintervention nimmt in der Regel bis zu 10 Stunden innerhalb einiger Wochen in Anspruch, wobei es zweckmäßig sein kann, am Beginn der therapeutischen Arbeit zwei Wochenstunden zu vereinbaren.

Therapieziel: Beendigung der Krisensituation

Methodische Elemente: Gespräch, konkrete Strukturierungshilfen, ev. begleitende Medikation

Grenzen: der therapeutische Ansatz besteht in der Krisenbeseitigung; in vielen Lebenskrisen ist eine wichtige unbewusste Botschaft enthalten (Krise als „Chance“ zu Veränderung);
diese Botschaft zu verstehen und das eigene Leben zu verändern kann im Rahmen dieses Therapieangebotes nur ansatzweise berücksichtigt werden

Fokussierte Kurzzeittherapie
Besteht ein klar umrissenes Problem/Symptom, für welches Sie therapeutische Hilfe benötigen, und sind ansonsten im Großen und Ganzen günstige psychische Bedingungen gegeben, kann Kurzzeittherapie angeboten werden mit dem Ziel, dieses eine Problem einer Lösung oder Teillösung zuzuführen.

Eine Kurzzeittherapie benötigt in der Regel zwischen 5 und 20 Therapiestunden in einem Zeitraum von wenigen Wochen bis einigen Monaten.

In diese Form der Therapie gehören ebenso therapeutische Settings mit Paaren, mit Familien oder teilweise mit Kindern oder Jugendlichen. Bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann es sich als wichtig erweisen, von Zeit zu Zeit mit den Eltern zusätzliche Sitzungen durchzuführen.

Therapieziel: (Teil)Lösung der umrissenen Problemsituation

Methodische Elemente: Gespräch, Analyse des Problemkontextes und der Problemursachen, lösungsorientierte Beratung, in bestimmten Fällen Entspannungsübungen

Grenzen: da die, das Problem verursachenden Faktoren in dieser Form von Therapie nicht systematisch berücksichtigt werden können, besteht die Möglichkeit eines Wiederauftretens des Problems oder Symptoms in einer belastenden Lebenssituation, ev. auch einer „Symptomverschiebung“

Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie
Wollen Sie die Probleme und/oder Symptome, die Sie belasten, genauer durcharbeiten (bzw. erweist sich dies aus unserer Sicht als notwendig), besteht die Möglichkeit einer tiefenpsychologisch orientierten Psychotherapie. Ihre Problematik wird dabei auf der Grundlage Ihrer gesamten Persönlichkeit durchgearbeitet.

Nach Bedarf werden zusätzlich zum auch Gespräch andere methodische Elemente (Körpertechniken, Imaginationstechniken, Entspannungsübungen) genutzt.

Eine solche Therapie benötigt bei einer Frequenz von einer Wochenstunde durchschnittlich ein bis drei Jahre. Ziel einer solchen Therapie ist eine (begrenzte) Veränderung persönlicher Einstellungen und Haltungen auf dem Hintergrund des Verstehens von problemauslösenden Ursachen (diese liegen in aller Regel in der früheren Lebensgeschichte, im manchen Fällen im Bereich traumatischer Belastungen).

Therapieziel: begrenzte Veränderungen im Bereich persönlicher Einstellungen, Grundhaltungen und Verhaltensweisen, mit positiven Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des Lebens (z. B. Kontaktbereich, Arbeitsbereich u. a.)

Methodische Elemente: psychoanalytische Reflexion, fallweise szenische Elemente, körperbezogene Interventionen, Traumanalyse, regressive Techniken (in begrenzter Form)

Grenzen: je nach Vorhandensein eigener Ressourcen und Fähigkeiten ist im Rahmen einer solchen Therapie eine positive Veränderung gut möglich, v. a. wenn der Patient selbst aktiv mitarbeitet; eine umfassende Persönlichkeitsanalyse (einschließlich des Verstehens innerer großteils unbewusster Konflikte und Defizite) braucht in der Regel mehr Zeit

Psychoanalytische Psychotherapie
Psychoanalytischer Psychotherapie liegt ein Entwicklungsmodell zugrunde: in uns allen sind Fähigkeiten und Potenziale vorhanden, die wir teilweise nicht nützen, weil wir uns ihrer nicht bewusst sind. Diese Potenziale zu wecken und ihr Aufleben in einem als positiv erlebten Milieu (genügend haltend und genügend stimulierend) zu fördern, braucht in der Regel jahrelange therapeutische Arbeit (weil die inneren Konflikte, Defizite und deren Verarbeitungen, aber auch bestimmte Gewohnheiten des Umgangs mit uns selbst und anderen Menschen großteils unbewusst sind).

Für eine solche therapeutische Arbeit ist eine Stunde pro Woche eine Minimalvoraussetzung, besser sind zwei Wochenstunden.

Therapieziel: schrittweise Wandlungen im Bereich der gesamten Persönlichkeit, ihrer Einstellungen, Grundhaltungen und ihrer Verhaltensweisen

Methodische Elemente: psychoanalytisches Arbeiten mit Übertragung und Widerstand, fallweise körperbezogene Zugänge, Förderung regressiver Prozesse

Grenzen: in bestimmten Fällen reicht die Dichte der Sitzungen nicht aus, um den erforderlichen regressiven Prozess ausreichend zu aktivieren; in anderen Fällen ist die Persönlichkeitsorganisation nicht stabil genug, so dass diese Art der Arbeit zu belastend ist.

THERAPIE MIT KINDERN UND JUGENDLICHEN

Bei Kindern und Jugendlichen gelten die Hinweise für Einzeltherapie, es geht dabei aber in der Regel auch um ein (begrenztes) Einbinden der Eltern und ggf. anderer für das Kind / den Jugendlichen wichtigen Bezugspersonen in die therapeutische Arbeit.

PAARTHERAPIE UND MEDIATION

Für Paartherapie gelten die Angaben wie bei der fokussierten Kurzzeittherapie. Es kann sich ggf. als günstig erweisen, den therapeutischen Fokus zugunsten von Mediation zu verändern und bei der konkreten Umsetzung von in einer Mediation erarbeiteten Zielen zu helfen.

GRUPPENTHERAPIE

Die gruppentherapeutische Arbeit integriert körperliche Elemente und Vorgangsweisen in ein psychoanalytisches Prozessverständnis.

ELTERN-KIND-BERATUNG AUF DER GRUNDLAGE VON VIDEOAUFNAHMEN

Diese Art von Therapie / Diagnostik wird gesondert erläutert.

SUPERVISION

Für Kolleginnen und Kollegen biete ich Supervisionsstunden nach Vereinbarung an. Das genaue Ziel und der methodische Zugang werden in einem persönlichen Gespräch gemeinsam festgelegt.

Auch Teams können um Supervision ansuchen.

Für Personen aller Berufe stehe ich im Sinne von „Coaching“ ebenso zur Verfügung.